Kredite zur Bootsfinanzierung – der Ratgeber für Kredit und Leasing

Kredit Tilgung

Wer den Traum vom eigenen Boot seit Jahren gehegt hat und über ein gesichertes Einkommen verfügt, denkt früher oder später daran, ein Motorboot oder sogar eine Segelyacht zu kaufen oder zu leasen. Doch anders als beispielsweise beim Autokauf sind Kredite zur Bootsfinanzierung kein selbstverständlicher Bestandteil des Bankportfolios. Dies liegt daran, dass die Vergabe von Bootskrediten für die Finanzierung von Booten, Yachten oder Schiffen an besondere Auflagen gebunden ist. Wer nicht leasen, sondern kaufen will, findet allerdings auch für Bootskredite Anbieter, die mit der Materie vertraut sind und gute Konditionen anbieten.

Was bei der Finanzierung zu beachten ist

  • Größe und Typ des Bootes oder der Yacht
  • Zusätzliche Kosten für Wartung und Versicherung
  • Liegeplatz in Deutschland, Europa oder im außereuropäischen Ausland
  • Liegeplatzgebühren oder ähnliche Kosten

Inhaltsverzeichnis

  • 1. Was macht Bootskredite so besonders?
    • 1.1 Die Nebenkosten nicht vergessen!
  • 2. Überlegungen vor dem Kredit-Antrag
  • 3. Wer bietet Kredite zur Bootsfinanzierung an?
    • 3.1 Anbieter von Krediten zur Bootsfinanzierung
  • 4. Auf den Typ kommt es an. Nicht jeder Anbieter finanziert alles!
  • 5. Das Boot als Sicherheit für Kredite zur Bootsfinanzierung
  • 6. Der Liegeplatz und die Nutzung des Bootes
  • 7. Kreditvergleichsrechner nutzen auch bei der Bootsfinanzierung
  • 8. Fazit zu Bootskrediten: der Vergleich lohnt sich

1. Was macht Bootskredite so besonders?

Ein Kredit zur Finanzierung eines Motorboots oder Segelboots ist grundsätzlich ein Ratenkredit, wenn auch über vergleichsweise hohe Beträge. Ähnlich wie bei einem Autokredit dient das erworbene Boot als Sicherheit für den Kreditgeber, das heißt ein Bootskredit ist in der Regel ein sogenannter zweckgebundener Kredit. Wer ein kleines Boot aus zweiter Hand erwerben möchte, das wenig mehr als 10.000 Euro kostet, und vielleicht sogar über einen Liegeplatz ganz in der Nähe verfügt, der kann die Anschaffung oft über die Hausbank oder mithilfe des Ratenkredits einer Direktbank finanzieren. Bei größeren Anschaffungen, etwa wenn es eine luxuriöse Segelyacht sein soll, die im europäischen Ausland liegt, muss man für die Finanzierung auf spezielle Anbieter zurückgreifen, auch wegen der mit dem Bootskauf verbundenen Formalitäten. Hier lohnt sich eine gründliche Recherche und ein Anbietervergleich, denn Finanzdienstleister, die nicht oft Kredite zur Bootsfinanzierung abwickeln, können dem Kreditnehmer in der Regel keinen günstigen Zinssatz anbieten.

1.1 Die Nebenkosten nicht vergessen!

Anders als bei einem Autokredit spielen bei der Bootsfinanzierung die Nebenkosten eine erhebliche Rolle und sollten in die Planung der Finanzierung einbezogen werden. Dazu gehören nicht nur die Wartung des Bootes oder der Yacht, sondern auch die Kosten für den Liegeplatz oder für den Erwerb eines Bootsanhängers. Hinzu kommen Versicherungen – hier wird bei größeren Booten die Summe von 100.000 Euro als Mindestversicherungssumme genannt!

2. Überlegungen vor dem Kredit-Antrag

Da es sich bei einem Bootskredit in vielen Fällen um ein erhebliches Darlehen handelt, sind im Vorfeld einige Überlegungen anzustellen. Unbedingt zu empfehlen ist die realistische Einschätzung der eigenen finanziellen Situation. Neben dem Preis für das Traumboot sollte man die zu erwartenden Nebenkosten so exakt wie möglich in Erfahrung bringen und gegebenenfalls eher zu hoch als zu niedrig kalkulieren.

Besonders vorteilhaft bei Ratenkrediten über große Beträge ist es, wenn der Kreditnehmer einen Teil des Betrages selbst aufbringen kann. Dies verhilft oft zu günstigeren Konditionen – ein Sachverhalt, der sich bei anderen großen Anschaffungen ebenfalls bewahrheitet, etwa bei Baukrediten. Hier rechnet sich das Ansparen eines entsprechenden Betrages, auch wenn man den Traum vom eigenen Boot für eine Weile verschieben muss.

Für die Zinsen und Bearbeitungsgebühren des Bootskredites ist nicht nur die Gesamtsumme von Bedeutung, sondern auch die Laufzeit und damit die Höhe der monatlichen Rate. Wer seinen Kredit zügig abtragen kann, kommt natürlich günstiger davon, dafür ist allerdings die monatliche Belastung für den Haushalt höher. Kreditrechner online und Kreditvergleichsportale erlauben hier eine Kalkulation verschiedener Abzahlungsmodalitäten. So kann der Kreditnehmer eine informierte Entscheidung treffen.

Auf der Suche nach einem Finanzdienstleister für den Bootskredit spielt auch die Kompetenz und Seriosität des Anbieters eine wichtige Rolle. Ein Hintergrundcheck zur Lizenzierung und Regulierung ist hier ratsam, und natürlich auch das Studium der allgemeinen Geschäftsbedingungen ebenso wie später des Kleingedruckten im vorgeschlagenen Kreditvertrag.

Der ING-DiBa Kredit schneidet im Vergleich oftmals besser ab, als andere Kredite

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3. Wer bietet Kredite zur Bootsfinanzierung an?

Wer nach einem günstigen Kredit sucht, um den Traum vom eigenen Boot wahr zu machen, kann online recherchieren und wird fündig – nicht nur Direktbanken bieten Kredite in der gewünschten Höhe an, es gibt auch Anbieter aus dem Bereich der Marinefinanzierung, die mit der Bootsfinanzierung vertraut sind. Auch die Hausbanken der Werften sollte man in die Suche mit einbeziehen, denn diese Kreditinstitute sind ebenfalls mit allen Bestandteilen des zweckgebundenen Ratenkredits für die Anschaffung eines Bootes oder einer Yacht vertraut. Aber auch bei der eigenen Hausbank sollte man anfragen, vor allem dann, wenn man zuvor größere Darlehen erhalten und problemlos getilgt hat. „Pflegeleichten“ Bestandskunden kommt die Filialbank in solchen Fällen mitunter auch beim Zinssatz für den Bootskredit entgegen.

3.1 Anbieter von Krediten zur Bootsfinanzierung

  • Filialbanken oder Direktbanken
  • Hausbanken der Werften
  • Spezialisierte Finanzdienstleister aus dem Bereich der Marinefinanzierung
  • Privatkredite, ggf. über Kreditvermittler

Hier sei anzumerken, dass man bei klassischen Filialbanken oder auch bei Direktbanken im Einzelfall erfolgreich einen Bootskredit zu guten Konditionen erhalten wird, ohne allzu lange suchen zu müssen. Bei Krediten von Privat dürfte sich die Recherche schwieriger gestalten – anders als beim Autokauf wird sich der Kreditnehmer schwerer tun, einen Kreditgeber zu finden, der Kenntnisse der Materie mitbringt und den Wert des Bootes als Kreditsicherheit abschätzen kann, bevor er sich auf die Finanzierung einlässt. Zumindest die Zinsen fallen dann aufgrund des Risikos vermutlich höher aus als bei seriösen Spezialanbietern für Bootsfinanzierung.

4. Auf den Typ kommt es an. Nicht jeder Anbieter finanziert alles!

Eine große Rolle bei der Bootsfinanzierung spielt auch die Art des gewünschten Boots. Nicht jeder Anbieter finanziert alle Typen. Neben kleineren Ruder- oder Motorbooten, wie Angler sie auf Binnengewässern nutzen, unterscheidet man bei größeren Booten nach Ausstattung und Länge. Es gibt motorisierte Qualitätsschlauchboote, Motorboote und Segelboote mit und ohne Motor. Ist ein Wohnraum mit Kajüte und eine Kochgelegenheit vorhanden, spricht man bereits von einem Kreuzer, wenn das Traumboot über mehrere Decks verfügt, handelt es sich um eine Yacht.

Boote, die auf Binnengewässern zum Einsatz kommen, haben in der Regel eine Länge zwischen sechs und zehn Metern, seetaugliche Segelboote oder Motorboote sind meist länger. Eine Obergrenze gibt es vor allem bei Yachten nicht – eine hochseetaugliche Yacht ist in der Regel 20 m lang, Luxusmodelle können ein Vielfaches dieser Länge haben.

Auch Katamarane können über einen Bootskredit finanziert werden – dieser Bootstyp verfügt über zwei verbundene Rümpfe. Katamarane gibt es als Motor- und als Segelkatamaran.

Zu guter Letzt seien auch Hausboote erwähnt, die sich ungebrochener Beliebtheit erfreuen und eine maritime Version des Wohnmobils darstellen. Auch hier rangieren die Möglichkeiten von einfach bis luxuriös.

Wessen Herz an einer eigenen Yacht hängt, der wird feststellen, dass es hier mittlerweile besondere Anbieter speziell für die Yachtfinanzierung gibt. Dies liegt daran, dass der Kaufpreis, aber auch die Versicherungskosten wesentlich höher ausfallen als bei anderen Booten. Infolge dessen unterscheiden Finanzdienstleister deutlich zwischen Bootsfinanzierung und Yachtfinanzierung.

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5. Das Boot als Sicherheit für Kredite zur Bootsfinanzierung

Da ein Bootskredit normalerweise mit einer Zweckbindung vergeben wird, dient das Objekt, in diesem Fall das Boot, als Sicherheit. Daher verlangen Kreditgeber neben den persönlichen Daten und einer Auskunft über die finanzielle Situation des Kreditnehmers auch exakte Angaben zum Kaufobjekt. Dazu gehören Informationen zur Herkunft, wie Rechnungen, Seriennummern und möglicherweise unabhängige Gutachten zum Zustand ebenso wie Angaben zum Liegeplatz. Die verlangten Nachweise ähneln, wenn man so will, der Dokumentation, die bei einem Autokredit erforderlich ist.

Finanzierer – gleichgültig ob es sich um eine Bank oder einen spezialisierten Finanzdienstleister handelt – erfragen in der Regel genaue Angaben zu den folgenden Punkten:

  • Name der Herstellerfirma oder Werft
  • Herstellungsjahr
  • Bootstyp
  • Nutzungsart
  • Rumpfnummer oder Seriennummer
  • Angaben zum Verkäufer
  • Bei Gebrauchtbooten die Anzahl der Vorbesitzer und die Originalrechnungen
  • Liegeplatz
  • Kaufpreis
  • Restwert
  • Fotos des Finanzierungsobjektes
  • Im Falle von Auslandskäufen die „Bill of Sale“ und den Steuernachweis

Neben diesen Angaben kommen weitere Faktoren hinzu. Wer ein Gebrauchtboot mithilfe eines Bootskredits finanzieren möchte, muss einen Registerauszug vorlegen, überdies die Nachweise der Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung, oft auch eine Unterschlagungsversicherung. Da der Wert des Bootes die Deckungssumme bestimmt, liegt die untere Grenze hier bei 100.000 Euro.

Außerdem ist für den Finanzierer ein Gutachten über den Zustand des Objektes wichtig. Verständlicherweise verlassen sich Banken hier nicht auf die Angaben von Käufer oder Verkäufer, sondern bevorzugen ein fachmännisches Gutachten, das Zustand, Ausstattung und Wert des Bootes ermittelt und so den Gegenwert der Sicherheit festlegen hilft.

6. Der Liegeplatz und die Nutzung des Bootes

Der Liegeplatz und auch die Nutzung des Bootes sind für die Kreditvergabe wesentliche Elemente.  Ein Liegeplatz in Deutschland, aber auch in einem Land innerhalb der Europäischen Union, ist einer problemlosen Abwicklung des gewünschten Kredits förderlich. Ein außereuropäischer Liegeplatz hingegen steht einem Kredit zur Bootsfinanzierung in der Regel im Weg, eben wegen des beschriebenen Prozedere zur Wertermittlung des Bootes als Kreditsicherheit. Oft wird ab einem Wert von 100.000 Euro vom Kreditgeber zur Absicherung ein Nachweis des Eintrags in das Schiffsregister des Liegeplatzes gefordert.

Eine ähnliche Situation ergibt sich bei der Nutzung, daher wird hier ausdrücklich angefragt, ob das Boot selbst genutzt oder verchartert werden soll. Über den Eigengebrauch hinausgehendes Verleihen oder Vermieten an Dritte beeinträchtigt die Konditionen des Bootskredits, denn hier ist der pflegliche Umgang mit dem Boot nicht in demselben Maß gesichert wie bei der Nutzung durch den Eigner, selbst wenn dieser während der Vercharterung an Bord ist. Überdies kann gerade für kleinere Boote vergleichsweise leicht eine Fahrerlaubnis erworben werden, ohne dass die Anforderungen allzu hoch wären. Wechselnde Nutzer besonders bei Kleinbooten führen also zu einem höheren Verschleiß des Bootes. Deshalb unterscheiden Kreditgeber deutlich zwischen der eigenen und der gewerblichen Nutzung des Finanzierungsobjektes.

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7. Kreditvergleichsrechner nutzen auch bei der Bootsfinanzierung

Dank der Recherchemöglichkeiten online können künftige Bootseigner auch für diese Art des Ratenkredits Vergleichsrechner nutzen. Die Angaben zur gewünschten Kredithöhe, zur Laufzeit und zu den monatlichen Raten werden einmal eingegeben, der Kreditrechner liefert umgehend eine Liste der in Frage kommenden Anbieter einschließlich der Angaben zum effektive Jahreszins und zum Sollzins. So lässt sich auf den ersten Blick eine Auswahl der besonders günstigen Kreditgeber treffen. Da es sich bei der Anschaffung eines Bootes in der Regel um ein großes Darlehen handelt, sind Unterschiede von nur einem Prozent p. a. bereits ausschlaggebend, wenn man keine unnötigen Ausgaben tätigen will – oft sind die Zinsdifferenzen noch größer. Mit einem Klick gelangt man in der Regel zur Website des Anbieters, wo mit detaillierteren Angaben zur persönlichen Situation und zum Anschaffungsgegenstand ein unverbindlicher Kreditvorschlag beantragt werden kann.

Anbieter für Bootsfinanzierungen bringen hier eine gewisse Routine mit, und auch die Antragsteller entscheiden sich im Normalfall auf der Basis einer gewissen Vorerfahrung für das gewünschte Boot und wissen bereits, welche Details der Finanzierungs- und Kaufprozess mit sich bringt. Dass bei großen Kreditbeträgen ein guter Schufa-Score vorhanden sein sollte, liegt im Interesse des Kreditnehmers. Äußerst vorteilhaft für die Gestaltung der Zinssätze ist bereits vorhandenes Eigenkapital oder aber eine Kapitallebensversicherung, die als Sicherheit dienen kann.

Ebenso wie bei Ratenkrediten sind folgende Angaben für den Kreditvertrag erforderlich:

  • Angaben zu Alter, Wohnsitz und Beschäftigungssituation
  • Einkommensnachweise
  • Bonitätsprüfung
  • Gewünschte Laufzeit und Kreditsumme
  • Höhe des vorhandenen Eigenkapitals, der Anzahlung und der Schlussrate
  • Sondertilgungen und vorzeitige Ablösung

8. Fazit zu Bootskrediten: der Vergleich lohnt sich

Wer den Wunsch nach einem eigenen Boot oder sogar einer Yacht in die Tat umsetzen möchte, handelt in der Regel nicht aus einer Laune heraus. In vielen Fällen hat sich der zukünftige Bootseigner bereits mit den in Frage kommenden Bootstypen vertraut gemacht, kennt die gängigen Preise und hat zumindest annähernde Vorstellungen von der Nutzung und dem gewünschten Liegeplatz. Vor allem beim Kauf kleinerer Boote kann man die Finanzierung mitunter über die Hausbank abwickeln, bei großen Darlehen und besonderen Konditionen, etwa bei Liegeplätzen im europäischen Ausland, sind maritime Finanzdienstleister erfahrene Ansprechpartner. In jedem Fall lohnt sich die Nutzung eines Kreditrechners, wie ihn viele Finanzportale zur Verfügung stellen, für einen Vergleich der Anbieter. Da es sich bei Bootskrediten um zweckgebundene Kredite handelt, sind die Voraussetzungen ein wenig anders als bei konventionellen Ratenkrediten. Wer alle erforderlichen Dokumente bei der Hand hat, kann damit rechnen, rasch Kreditangebote zu bekommen. Bei der Bewertung kommt es nicht nur auf die Konditionen des Kredits an, sondern auch auf die Möglichkeit frühzeitiger Ablösung oder regelmäßiger Sondertilgungen. Auch der Abschluss einer Restschuldversicherung kann dazu beitragen, die Zinsen zu senken und die Sicherheit für die erfolgreiche langfristige Abtragung des Kredits zu schaffen.

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