Grüner Strom ist auf dem Vormarsch

Ökostrom gehört schon lange zu der Angebotspalette der Energieunternehmen. Die Zeiten, in denen es nur wenige ökologisch angehauchte Haushalte waren, die darauf zurückgegriffen haben, sind lange vorbei. Immerhin betrug der Anteil an Ökostrom im Jahr 2015 in Deutschland rund 34 Prozent.

Inhaltsverzeichnis

  • Ökostrom auch im gewerblichen Bereich
  • Nicht am falschen Ende sparen

Ökostrom auch im gewerblichen Bereich

Die Nutzung von Ökostrom beschränkt sich nicht nur auf private Haushalte. Die Stromanbieter stellen auch durchgängig im gewerblichen Bereich regenerativen Strom zur Verfügung. Immer mehr Unternehmen greifen inzwischen auf regenerativen Strom zurück. Einige gehen soweit, dass sie eigene Solarparks auf dem Firmengelände installieren. Schaut man in die Tarifbeschreibungen der Anbieter, wird Ökostrom überwiegend aus Wasserkraft gewonnen, der Windenergie-Anteil fällt noch geringer aus. Es ist nicht verwunderlich, dass auch immer mehr Unternehmen auf Ökostrom zurückgreifen. Tschernobyl war fast schon in Vergessenheit geraten, als Fukushima als erneuter „Warnschuss“ verdeutlichte, dass Kernenergie in keiner Weise beherrschbar ist. Die jüngsten Pannen im belgischen Kernkraftwerk Tihange stellen einen weiteren Auslöser dar, der bei vielen Menschen zum Umdenken führen könnte. Ein Stromanbietervergleich macht deutlich, dass Ökostrom auf der einen Seite eine Winzigkeit teurer ist als herkömmlich erzeugter Strom, allerdings bei einem günstigen Anbieter durchaus preiswerter ist, als Nuklearstrom bei einem teureren Versorger. Was bei Girokonten gilt, der Vergleich beispielsweise über ein entsprechendes Portal, gilt auch bei Stromtarifen: Der Vergleich zeigt, welcher Anbieter die günstigsten Konditionen hat.

Nicht am falschen Ende sparen

Während es nachvollziehbar ist, dass sich Verbraucher bei der Suche nach einem Girokonto oder Wertpapierdepot vorzugsweise für die günstigste Lösung entscheiden, ist es genauso nachvollziehbar, dass sich immer mehr Haushalte beim Strom für die Variante mit einem Cent mehr entscheiden. Bio-Eier sind das eine, Stromerzeugung das andere. Auch wenn es preiswertere Lösungen als Ökostrom gibt, stellt die Entscheidung dafür auch ein Investment in die Zukunft dar. Deutschland ist in Bezug auf Ökostrom zwar keine Insel, jedoch sind die Pläne in Osteuropa in Bezug auf Stromgewinnung eher kontraproduktiv. Nach wie vor halten unsere Nachbarstaaten an dem Gedanken fest, neue Kernkraftwerke zu bauen. Die beiden großen Nuklearkatastrophen haben bewiesen, dass Radioaktivität keine Grenzen kennt. Dies gilt auch für die Reaktoren in Frankreich, die ihren Zenit überschritten haben dürften.

Hausbesitzer haben gegenüber Mietern einen Vorteil. Während Mieter darauf angewiesen sind, sich einen externen Versorger zu suchen, können Eigentümer mit Solarzellen oder Windrädern ihren eigenen Strom erzeugen. Die Einspeisevergütung steht dabei allerdings bei den meisten Haushalten im Hintergrund, primär zielt dieser Personenkreis darauf ab, von Versorgern unabhängig zu sein und darüber hinaus umweltbewusst Strom zu generieren.