Kredit für das Pferd – Finanzierung von Anschaffung und anfallenden Kosten

Kredit Tilgung

Kredit für das Pferd: Das klingt nach Luxus, finanziert durch Schuldenaufnahme. Generell bewegen sich die Preise für ein Freizeitpferd auf hohem Niveau. Wer aber schon seit Jahren mit Leidenschaft reitet und genau weiß, was ein Pferd an Kosten und Arbeit bedeutet, und sich im Entschluss, den Traum vom eigenen Pferd zu erfüllen, sicher ist, kann mit einem Kredit für das Pferd einen erheblichen Teil der Finanzierung leisten. Wie bei allen Krediten sollte der Kreditnehmer über ein gutes, geregeltes und auf absehbare Zeit sicheres Einkommen verfügen, um den Kredit sicher zurückzahlen und die weiteren Kosten des Pferdes stemmen zu können. Aber auch wer schon ein Pferd besitzt, kann durch zusätzliche Investitionen etwa für einen Stall, neues Zubehör oder unvorhergesehene Tierarztkosten Bedarf an einer kurzzeitigen finanziellen Spritze in Form eines Darlehens haben. Was es dabei zu beachten gilt und wann eine Kreditaufnahme überhaupt sinnvoll ist, ist Thema dieses Artikels.

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Inhaltsverzeichnis

  • 1. Der Traum vom eigenen Pferd
  • 2. Kosten für das Pferd
  • 3. Kredit bei teurem Unterhalt
  • 4. Kredit bei zusätzlichen Anschaffungen
    • 4.1 Stall und Anhänger
  • 5. Voraussetzungen für einen Kredit
  • 6. Was sind häufige Finanzierungsfehler beim Pferdekauf?
    • 6.1 Finanzierung über den Dispokredit:
    • 6.2 Nebenkosten werden unterschätzt:
  • 7. Fazit: Unterhaltskosten beim Kredit für das Pferd berücksichtigen

1. Der Traum vom eigenen Pferd

Reiten als Hobby ist eine Sache, ein eigenes Pferd etwas ganz anderes. Wem es nur um Reiten als Sport und Freizeitaktivität geht, kann sich ohne Probleme ein Pferd teilen oder mieten. Doch für wahre Pferdefreunde ist ein Pferd weit mehr als nur ein Sportgerät. Es ist ein Begleiter, Freund und treuer Gefährte und steht darin einem Hund in nichts nach – nur dass es nicht mit ins Haus darf. Zumal: Sie sind absolute Charaktertiere, bei denen jedes Individuum seine ganz eigene Persönlichkeit hat und sehr unterschiedlich auf verschiedene Menschen und Umgebungen reagiert. Entsprechend bauen Pferd und Reiter über die Zeit eine sehr enge Bindung auf, die auf gegenseitiger Loyalität und Vertrauen beruht.

2. Kosten für das Pferd

Die Anschaffung eines Pferdes ist um einiges komplizierter als die eines Hundes. Und komplizierter heißt in erster Linie teurer. Die Preise beginnen im oberen dreistelligen Bereich. Und das sind nur die Kosten für das Pferd selbst. Dazu kommen Arztrechnungen, Unterkunft, Futter und Pflege. Ein Pferd benötigt viel Auslauf, Fellpflege und regelmäßige Säuberungen seines Stalls. Wer hierfür nicht zuverlässig die Zeit aufbringen kann, muss entsprechende Dienstleistungen in Anspruch nehmen und hat weitere Kosten. Insgesamt benötigt die Erfüllung des Pferdetraumes mehrere Tausend Euro.

Ein Kredit für das Pferd kann hilfreich sein, wenn das Ersparte nicht ausreicht. So kann sich der Wunsch schon früher erfüllen, beispielsweise in einer Lebensphase, in der reichlich Freizeit vorhanden ist oder die eigene körperliche Fitness noch häufige Ausritte ermöglicht, was später vielleicht schwerer wird. Bei einer stabilen finanziellen Ausgangssituation kann ein Darlehen durchaus sinnvoll sein.

3. Kredit bei teurem Unterhalt

Ist der Traum vom Pferd erfühlt, bleiben die monatlichen Kosten hoch:

  • Miete für den Stall
  • Kosten für die Pflege, eventuell Dienstleistungen Dritter
  • Kosten für das Pferdefutter
  • Fahrtkosten von und zum Pferd

Stallmiete, Pflege, Futter, Arztkosten und eventuell Fahrtkosten läppern sich ordentlich. Selbst die beste Planung kann da ins Strudeln geraten. Grundsätzlich kann zur Überbrückung ein Kredit hilfreich sein. Dabei sollte der Pferdebesitzer aber zunächst abwägen, ob er die regelmäßigen Unterhaltskosten auf absehbare Zeit in den Griff bekommen kann. Sind die monatlichen Ausgaben insgesamt zu hoch, kann daran ein Darlehen nichts ändern. Im Gegenteil, es erhöht die monatlichen Kosten und kann den Schuldner in eine schwierige Lage bringen. Entsprechend sollte sich der Kreditinteressent zunächst überlegen, ob in naher Zukunft zuverlässig mehr eigenes Einkommen zur Verfügung stehen wird.

Weiß der Pferdebesitzer aber mit Gewissheit, dass er bald mehr monatliches Geld zur Verfügung haben wird und nur für kurze Zeit überbrücken muss, ist ein Kredit durchaus sinnvoll. Kann der Bank glaubhaft die finanzielle Lage und Möglichkeit zur Rückzahlung belegt werden, wird sie in der Regel einer Kreditvergabe zustimmen. Somit können auch in Zukunft Futter und Stall bezahlt werden.

Die einzige Alternative bei zu teurem Unterhalt mangelnder höherer Einkommensperspektive wäre ein Verkauf oder die Teilung des Pferdes. Das tut jedem Pferdehalter weh, entsprechend ist dieser Schritt eine große und schwere Entscheidung, die es sich lohnt, mit möglichst viel Energie abzuwenden. Das Problem bei einem Pferd als lebendes und fühlendes Wesen ist, dass die Unterhaltskosten nicht einfach eine Zeitlang reduziert werden können. Die Bedürfnisse des Tieres richten sich nicht nach dem Geldbeutel seines Besitzers. Damit der eigene Liebling also weiter in den süßen Apfel beißen kann, muss der Besitzer auch mal in den sauren beißen.

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4. Kredit bei zusätzlichen Anschaffungen

Ein Pferd ist eine tolle Sache. Der Besitz allein macht stolz, hinzu kommt die enge soziale Bindung zu dem Tier. Dennoch, um die Freizeit mit dem eigenen Pferd voll genießen zu können, sind einige Anschaffungen nötig. Andere sind vielleicht nicht unbedingt erforderlich, aber eine deutliche Bereicherung. Zusätzlicher Bedarf kann beispielsweise sein:

  • Arztkosten bei Krankheit oder Verletzung des Tieres
  • Sattel und Reitzubehör
  • Bau, Kauf oder Renovierung eines Stalls
  • Autoanhänger für den Pferdetransport

Wenig Aufschub oder Verhandlungsspielraum ermöglichen Erkrankungen oder Verletzungen des eigenen Pferdes. Der Tierarzt muss meist sofort bezahlt werden. Eine Versicherung kann zwar, falls vorhanden, die Unkosten in diesem Fall drosseln, dennoch werden zusätzliche Kosten entstehen, etwa durch den Transport oder besonderen Futterbedarf. Beeinträchtigungen der Pferdegesundheit treten plötzlich und meist unvorhergesehen auf, daher können sie schnell ein empfindliches Loch in das eigene Budget reißen und eine Finanzspritze nötig machen. Hier kann ein Kredit ein guter Weg sein, diese Finanzspritze zu erhalten, ohne das eigene Budget komplett umkrempeln zu müssen.

Reitzubehör wie ein neuer Sattel sind sicherlich weniger dringend als aufkommende Arztkosten. Trotzdem kann auch hier ein Kredit eine gute Wahl sein, denn schließlich sollte ein Pferd geritten werden können. Dazu benötigt der Reiter entsprechendes Equipment. Ein guter Sattel ist dabei für beide wichtig, Pferd und Reiter. Letzterer spürt mit einem guten Sattel einen deutlichen besseren Halt und mehr Tragekomfort. Das Tier dagegen kann sich bei einem schlecht sitzenden oder gefertigten Sattel sogar verletzen oder zumindest Schmerzen haben. Somit sollte bei der Reitausstattung nicht am falschen Ende gespart werden. Qualitativ hochwertige Ausrüstung kostet natürlich Geld, da kommen schnell hohe dreistellige Summen oder mehr zusammen. Reicht das Ersparte nicht aus, kann ein Darlehen helfen.

4.1 Stall und Anhänger

Eine deutlich teurere Investition ist ein eigener Stall. Für die wenigstens Pferdebesitzer ist ein komplett eigener Stall wirklich sinnvoll, da er viel Geld kostet und Pferde als Herdentiere Gesellschaft von Artgenossen brauchen. Auch muss die Umgebung zu einem Stall passen, sie darf nicht zu städtisch, muss aber auch gut erreichbar sein. Einen Stall eines Reitverbandes anteilig zu mieten, ist daher in aller Regel die bessere Alternative. Dennoch kann der Kauf oder Bau eines eigenen Stalls in einigen Fällen sinnvoll sein. Wer beispielsweise nicht nur ein Pferd, sondern gleich eine ganze Gruppe besitzt, kann sich unabhängiger von Dritten und Mietkosten machen. Manche spielen auch mit dem Gedanken, mit anderen Pferdefreunden zusammenzulegen, um sich einen eigenen Stall mit ihnen zu teilen.

Der eigene Stall benötigt eine gute Planung und stabile Finanzierung. Wie bei jeder Immobilie ist eine Kreditaufnahme ein gängiges Mittel, um ihn bauen zu können, ohne jahrelang zu warten. Die Kosten werden monatlich in Raten gezahlt und besser planbar. Insbesondere wenn sich mehrere Pferdebesitzer zusammentun, ist der Wunsch nach Eigentum einer eigenen Unterkunft für die eigenen Tiere durchaus realistisch. Dabei spielt es keine Rolle, ob sich die Kreditnehmer entscheiden, einen bestehenden Stall zu kaufen oder einen neuen zu bauen.

Auch die Renovierung eines Stalls, der sich bereits im eigenen Besitz befindet, kann gut, solide und planbar mit einem Kredit finanziert werden.

Kinder erfreuen sich oft auf Autobahnen und Bundesstraßen an dem Anblick von Pferdewagen und rätseln, ob sie leer sind oder sich Tiere darin befinden. Auch für Pferdebesitzer kann ein eigener Autoanhänger sinnvoll sein – oder eine Notwendigkeit. In gewissem Umfang ermöglicht ein Pferd eigene Mobilität, aber natürlich nicht immer in dem Umfang, in dem man mit dem Tier unterwegs sein möchte. Das Schöne an Pferden ist, dass sie als wandernde Herdentiere gut mit neuen Umgebungen und Ortswechseln zurechtkommen. Das Pferd kann im Urlaub eine echte Bereicherung sein. In heimischen Gefilden ist die Mobilität des Pferdes ebenfalls wichtig, um beispielsweise Stallwechsel vorzunehmen oder das Tier zu einem Arzt oder einer Veranstaltung zu transportieren. Zwar können Transporte geordert werden, bei häufigem Bedarf sind aber die Unabhängigkeit und Ersparnis eines eigenen Pferdeanhängers starke Argumente zum Kauf. Dass sie nicht billig sind, steht dabei natürlich auf einem anderen Blatt. Der große Zugewinn durch einen eigenen Anhänger kann sich aber durch die Kostenersparnis über die Zeit rechnen. Oder eben mit den neuen beziehungsweise erweiterten Möglichkeiten einen so großen Zugewinn darstellen, dass sich die Anschaffung mehr als lohnt. Hier kann die Kreditaufnahme bei einer Bank ebenfalls eine gute Möglichkeit sein, sich diesen Wunsch schnell zu erfüllen und mit einem Finanzplan über Monatsraten zu bezahlen.

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5. Voraussetzungen für einen Kredit

Um einen Kredit für das Pferd zu erhalten, muss der Interessent einige Bedingungen erfüllen. Dabei ist es zunächst egal, ob es sich um die Anschaffung eines Pferdes, die Finanzhilfe für monatliche Unterhaltskosten oder zusätzlichen Bedarf wie Arztkosten handelt: Für die Bank ist die Gewissheit wichtig, dass der Schuldner seinen Kredit zuverlässig zurückzahlt.

Wird ein Pferd durch einen Ratenkredit finanziert, gelten hierbei die üblichen Kreditvoraussetzungen und Kreditbedingungen.

Das sind zunächst:

  • Volljährigkeit des Kreditnehmers
  • Girokonto bei einer Bank in Deutschland
  • Offizielle Meldeadresse

Um die Bank von seiner Kreditwürdigkeit zu überzeugen, sollte jeder Kreditnehmer:

  • eine gute Bonität besitzen, was nicht zwingend über die SCHUFA zu geschehen braucht,
  • ein nachweisbares festes monatliches Einkommen aufweisen,
  • Vermögen oder sonstigen Besitz als Sicherheit einbringen können.

Mit der Bonität prüft die Bank, ob sie den Kreditbewerber für einen zuverlässigen Rückzahler hält. Meist läuft dies über die SCHUFA, aber es gibt auch Kreditgeber, die sich nicht nur nach der SCHUFA richten. Früherer Kredite, die zurückgezahlt wurden, regelmäßiges Einkommen und eine unbefristete Arbeitsstelle sorgen für die nötige Bonität.

Das planbare monatliche Einkommen ist zudem wichtig, um den Kredit nachweisbar zurückzahlen zu können. Ohne eigenes Einkommen wird es kaum möglich sein, einen Kredit zu erhalten. Besitz kann der Bank als Sicherheit dienen, etwa Grundeigentum oder das eigene Pferd, wenn es um zusätzliche Anschaffungen geht.

Tipp: Bei einem zu geringen Einkommen kann das Stellen eines Bürgen für die gewünschten Kreditmittel sorgen. Das gilt ebenso für den Fall negativer SCHUA-Einträge. Der Bürge muss die notwendige Bonität sicherstellen.

6. Was sind häufige Finanzierungsfehler beim Pferdekauf?

Fehler werden bei der Finanzierung eines Pferdekaufs gar nicht so selten gemacht. Diese erweisen sich dann als wirklich teuer. Das sind die häufigsten Fehler:

6.1 Finanzierung über den Dispokredit:

Steht Eigenkapital zur Verfügung muss nicht der gesamte Kaufpreis finanziert werden. Es passiert, dass der Pferdefreund zur Eigenmittelbeschaffung sein Girokonto überzieht. Das ist jedoch nicht clever. Dispozinsen sind hoch und ein Ratenkredit weitaus günstiger. Ist eine schnelle Rückzahlung nicht möglich, sollte auf einen Konsumentenkredit gesetzt werden. Bei ihm sind die Zinsen erheblich niedriger und die Rückzahlung ist planbar.

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6.2 Nebenkosten werden unterschätzt:

Ein Pferd besitzt seinen Preis. Dieser erschöpft sich nicht allein in der Anschaffung. Zu berücksichtigen sind zudem Transport und Unterhalt, was für erhebliche Kosten sorgen wird. So mancher Pferdeliebhaber kalkuliert mit einem zu kleinen Kreditbetrag. Es dauert nicht lange, bis es finanziell wieder eng wird. Gerade wenn ein günstiger Ratenkredit verfügbar ist, sollte der Kreditbetrag kalkuliert großzügig angesetzt werden. Durch Sondertilgungen können die Kreditlaufzeit und die Kreditkosten insgesamt günstiger gestaltet werden.

7. Fazit: Unterhaltskosten beim Kredit für das Pferd berücksichtigen

An Krediten mit günstigen Zinsen herrscht in Deutschland kein Mangel. Voraussetzung dafür ist eine positive Schufa. Ohne Schufa sind unter Umständen Kredite im Ausland erhältlich, wobei die Zinsen weitaus ungünstiger sind. Durch einen Bürgen könnte die Bonität verbessert und die Zinskosten optimiert werden. Beim Vergleichen der Kreditangebote sind die effektiven Zinsen die Hauptfaktoren. Online-Kreditrechner ermöglichen einfach und schnell die Kalkulation eines Kreditwunsches. Bei der Belastung durch die monatlichen Kreditraten ist auch der Unterhalt für das Pferd zu berücksichtigen. Hier spielen Fragen wie eigener Stall oder gemieteter Stallplatz eine Rolle. Wie wird die Versorgung des Pferdes gesichert? Hinzu kommen noch Kosten für Futter und Tierarzt. Eine Aufstellung aller Kosten verschafft einen Überblick alles an Rechnungen auf den Pferdehalter zukommt.

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