Was ist ein Eigentümerdarlehen?

Was ist ein Eigentümerdarlehen?In diesem Ratgeber beschäftigten wir uns insbesondere mit der Frage „Was ist ein Eigentümerdarlehen?“. Dabei kann man dies ganz leicht beantworten: Denn im Grunde ist ein Eigentümerdarlehen nichts anderes als ein Kredit bzw. Darlehen, das an Immobilienbesitzer vergeben wird. Meist wird es dabei nicht ins Grundbuch eingetragen, kann jedoch für beispielsweise Renovierungs- oder Modernisierungsarbeiten genutzt werden. Vorteilhaft ist hierbei auch, dass es oftmals mit günstigen Konditionen verbunden ist.

Übersicht unseres Ratgebers „Was ist ein Eigentümerdarlehen?“:

  • Meist kann man keine Eigentümerdarlehen unter 5.000 Euro erhalten.
  • Der Zinssatz ist oftmals von der Kreditwürdigkeit, der Laufzeit und dem Verwendungszweck abhängig.
  • Eigentümerdarlehen können genutzt werden, um etwas an der Immobilie zu verändern (z.B. Modernisierungsarbeiten, neue Einbauküche, etc.)
  • Bei einem Eigentümerdarlehen ist in der Regel kein Grundbucheintrag erforderlich.
  • Bei Sondertilgungen fällt häufig eine Vorfälligkeitsentschädigung an.
  • Normalerweise sind die Zinssätze bei Eigentümerdarlehen günstiger als die Zinssätze bei Ratenkredite.
  • Wenn man das Darlehen mit einer Umschuldung kombinieren möchte, lohnt sich unter Umständen ein Ratenkredit mehr.
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Inhaltsverzeichnis

  • 1. 7 Merkmale eines Eigentümerdarlehens
  • 2. Die Pros & Cons des Eigentümerdarlehens im Überblick
  • 3. Wofür eignet sich ein solches Darlehen?
  • 4. Das Fazit: Ideal für Eigentümer

1. 7 Merkmale eines Eigentümerdarlehens

Kreditbetrag

Das erste Merkmal, das einem im Hinblick auf die Eigentümerdarlehen auffällt, ist der Kreditbetrag. Dabei kann meist eine Kreditsumme zwischen 5.000 und 50.000 oder 60.000 Euro erhalten. Kleinere Kredite von unter 5.000 Euro bieten viele Banken gar nicht erst an, da für sie der Bearbeitungsaufwand zu hoch wäre und es sich für die Kreditinstitute somit nicht lohnen würde. Dennoch können die angebotenen Kreditbeträge von Bank zu Bank unterschiedlich ausfallen.

Laufzeiten

Bei Eigentümerdarlehen sind häufig Laufzeiten zwischen 24 und 180 Monaten anzutreffen. Die maximale Laufzeit liegt bei einigen Banken jedoch nur bei 84 Monate und somit deutlich unter dem, was möglich ist. Dennoch gibt es auch Banken, die tatsächlich anbieten, ein Eigentümerdarlehen mit einer Laufzeit von 15 Jahren aufzunehmen.

Zinsen

Die günstigen Darlehenszinsen, zu finden über einen Darlehenszinsen Vergleich 2018, richten sich meist nach der Bonität, der gewählten Laufzeit und dem Verwendungszweck des Kreditbetrags. Dabei kann man im Grunde sagen: Ein höherer Zinssatz folgt einer längeren Laufzeit und ein niedriger Zinssatz entsteht bei einer guten Bonität. Es gibt jedoch auch Banken, die den Zinssatz nicht von der Bonität abhängig machen. Hier sind die Zinssätze meist für alle Kreditnehmer gleich hoch. Andere Banken erweitern den Kredit hingegen auch, sodass man den einen Teil für die eigene Immobilie nutzen kann und den anderen, um einen anderen Kredit abzulösen. Hier gibt es jedoch einen Zuschlag auf die Zinsen. Zum Vergleichen der Zinsen eignet sich auch ein Online-Darlehensrechner  sehr gut.

Zinsbindung

Meist gibt es, sofern es ein Darlehen ist, das eine Laufzeit von maximal zehn Jahren hat, einen festen Zins bis zum Ende der Laufzeit. Wer jedoch eine längere Laufzeit in Anspruch genommen hat, muss damit rechnen, dass die Zinsbindung nach zehn Jahren vorüber ist. Somit ist es häufig so, dass nach diesen zehn Jahren ein variabler Zinssatz eingreift. Der Vorteil ist dabei, dass ohne eine Zinsbindung auch keine Vorfälligkeitsentschädigung anfällt, sodass man ohne zusätzliche Kosten zu jeder Zeit kündigen kann. Der Nachteil ist jedoch, dass der Zinssatz selbstverständlich ansteigen kann.

Gebühren

An Gebühren fällt oftmals eine Bearbeitungsgebühr an. Diese ist meist direkt am Anfang fällig und wird auf den Kreditbetrag zugeschlagen. Deshalb ist sie im Effektivzins enthalten. Genau dasselbe gilt auch für die Kontoführungsgebühren. Manchmal kommen jedoch noch weitere Gebühren auf einen zu. So verlangen einige Banken ein notarielles Schuldanerkenntnis, das zu weiteren Kosten führen kann. Doch auch ein Grundbuchauszug ist bei manch einer Bank Voraussetzung. Allerdings kostet auch dieser ein wenig Geld.

Sondertilgung

Grundsätzlich ist eine Sondertilgung bei den meisten Banken möglich. Dies liegt daran, dass das Eigentümerdarlehen kein durch Grundpfand abgesicherter Kredit ist. Dennoch gibt es Banken, die hierfür eine Gebühr von bis zu einem Prozent des Ablösesaldos verlangen. Hinzu kommen oftmals noch Kosten für die Bearbeitung und Verwaltung.

Sicherheiten

Oft sichern sich Banken durch eine gute Bonität ab. Deshalb vergeben sie das Eigentümerdarlehen meist auch ohne einen Grundbucheintrag. Dieser Eintrag wird allerdings manchmal dennoch verlangt, zum Beispiel wenn der Kreditbetrag sehr hoch ist. Erforderlich ist dazu stets eine Immobilie, die einem selbst gehört. Deshalb muss man oft auch den Grundbuchauszug vorlegen. Ist man verheiratet, sollte man zudem beachten, dass das Darlehen normalerweise nur zu zweit aufgenommen werden kann. Generell gilt jedoch auch: Die Konditionen für ein Eigentümerdarlehen können, je nach Angebot, von Bank zu Bank ganz unterschiedlich ausfallen.

Was ist ein Eigentümerdarlehen?

Wer ein Eigentümerdarlehen beantragen möchte, sollte sich vorab über die Merkmale informieren.

2. Die Pros & Cons des Eigentümerdarlehens im Überblick

icon_daumen_hochWeiterhin schauten wir uns in unserem Ratgeber „Was ist ein Eigentümerdarlehen?“ auch die Vor- und Nachteile dieser Kreditform an. Herausgefunden haben wir, dass das Darlehen vor allem durch die Flexibilität punkten kann. Denn man kann das Eigentümerdarlehen beantragen, ohne die Bank, durch die das Hypothekendarlehen in Anspruch genommen wurde, vorab nach ihrer Zustimmung zu fragen. Darüber hinaus fallen oft keine Gebühren für die Grundbucheintragung an. Ebenso sind die Zinssätze häufig niedriger als die Zinssätze bei Ratenkrediten.

icon_daumen_runterAuf der anderen Seite gibt es jedoch auch einige Nachteile: So gibt es teilweise ein Zinsänderungsrisiko. Dies ist dann gegeben, wenn die Zinsbindung nicht über die gesamte Laufzeit eingreift. Besonders riskant wird es hierbei, wenn noch ein hoher Kreditbetrag zu zahlen ist. Hinzu kommt, dass Eigentümerdarlehen verbindlicher als Konsumkredite sind. Denn Konsumkredite können für mehrere Zwecke verwendet werden. Beim Eigentümerdarlehen muss der gewährte Betrag in die Immobilie investiert werden. Ein weiterer Nachteil ist zu finden, sobald man das Darlehen mit einem Umschuldungsdarlehen kombiniert. In solch einem Fall ist der Kredit nämlich in der Regel nicht günstiger als ein Ratenkredit.

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3. Wofür eignet sich ein solches Darlehen?

icon_ZielgruppeEin Eigentümerdarlehen kann für mehrere Zwecke genutzt werden, ist jedoch stets an der Immobilie gebunden. Das heißt, dass man den Kreditbetrag nur verwenden darf, um an der Immobilie etwas zu erneuern. So kann man die Immobilie modernisieren, renovieren oder sanieren. Ebenso ist es möglich, durch das Darlehen neue Möbel anzuschaffen oder den Garten neu zu ordnen. Auch eine neue Küche kann durch diesen Kredit erworben werden. Daneben ist es möglich, die Immobilie umzubauen. Gleichzeitig können auch An- oder Ausbauten stattfinden. Außerdem hat man die Option, neue Sanitäranlagen oder energiesparende Heizungsanlagen anzubringen. Welche Verwendungszwecke jedoch tatsächlich erlaubt sind, kann ebenfalls von Bank zu Bank variieren. Deshalb lohnt sich die Nachfrage in jedem Fall.

Wie bereits erwähnt, werden Eigentümerdarlehen häufig auch mit Ablösungsdarlehen verbunden. Dabei wird ein Prozentsatz bestimmt, der zur Umschuldung des Kredits genutzt werden kann. Dies ist jedoch eigentlich kein Eigentümerdarlehen mehr, sondern eine gemischte Finanzierung aus einem Eigentümerdarlehen und einem Konsumkredit.

Dennoch ist diese Kombination für Eigentümer gut geeignet, sofern diese einen Konsumkredit ablösen möchten. Für Besitzer einer Immobilie ohne Belastung, also ohne ein Darlehen, ist auch ein Immobilienkredit empfehlenswert. Denn der niedrige Zinssatz gleicht die Kosten für den Grundbucheintrag wieder aus.

Eigentümerdarlehen ideal für Renovierungsarbeiten geeignet

Genutzt werden kann ein Eigentümerdarlehen ideal zur Finanzierung der Sanierung, Renovierung oder Modernisierung

4. Das Fazit: Ideal für Eigentümer

icon_FazitMöchte man als Eigentümer die Immobilie ein wenig verändern und beispielsweise Umbauten, Renovierungen oder Ähnliches erledigen, hat jedoch das nötige Kleingeld nicht, eignet sich ein Eigentümerdarlehen ideal. Denn die Zinssätze sind hier günstiger als bei Ratenkrediten. Hinzu kommt, dass man für diesen Kredit keine Zustimmung der Bank, bei der man den Immobilienkredit hält, benötigt. Allerdings sollte man dennoch die Nachteile im Blick behalten. So ist der Kredit beispielsweise verbindlicher als ein Ratenkredit. In jedem Fall lohnt sich jedoch eine Nachfrage bei den Banken. Ggf. kann sich jedoch auch ein Ratenkredit Vergleich lohnen. Dies ist vor allem der Fall, wenn man das Eigentümerdarlehen mit einem Umschuldungskredit verbinden möchte.

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